Kooperation mit Sängerlust "Arheilgen"
Sängerlust 1892 Darmstadt-Arheilgen und
GV „Glück auf“ 1949 Grube Messel e.V.
Zum Entstehen der Zusammenarbeit beider Chöre:
Auf Anregung der Chorleiterin der beiden Vereine, Frau Iskra Valtcheva, trafen sich die Vereine im April des Jahres 2004 erstmals zu einem gemeinsamen Workshop im Kloster Maria Rosenberg. Während dieser Tage konnten die Sängerinnen und Sänger sich sowohl stimmlich als auch menschlich näher kennen lernen und es entstand eine sehr gute und harmonische Zusammenarbeit, die in einer kontinuierlichen musikalischen Fort- und Weiterentwicklung mündete.
Ausfluss dieser befruchtenden Probearbeiten waren der mit sehr großem Erfolg im ausverkauften „Goldenen Löwen“ im Mai 2004 präsentierte Liedernachmittag und ein für alle Sängerinnen und Sänger einmaliges Erlebnis, das Prüfungssingen Anfang Juni in der Akademie für Tonkunst. Dieses Prüfungssingen stellte für alle Mitwirkende eine große Herausforderung dar, die, so kann man ohne Lobhudelei feststellen, mit Bravour bewältigt wurde.
Aber auch der zwischenmenschliche Kontakt zwischen den Aktiven aus Arheilgen und Grube Messel kam nicht zu kurz, gegenseitige Besuche zu diversen Veranstaltungen sind inzwischen eine Selbstverständlichkeit.
In den Jahren von 2004 bis 2007 wurden in einer Vielzahl von Chorproben
für mehrere große Konzerte und Aufführungen die Grundlagen gelegt. Diese fruchtbare Zusammenarbeit soll im Rahmen neuer Projekte fortgesetzt werden
Presseartikel
Artikel Darmstädter Echo vom 21.11.06
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Es brodelt in der Kirche Gospelkonzert: Chöre und temperamentvolle Dirigentin überzeugen in Michelstadt mit spirituellen Stücken und bekannten Ohrwürmern leer MICHELSTADT. Drei Chöre, dazu eine Combo aus Bassgitarre (Jochen Rempt), Steeldrum und Vibraphon (Berchon Dias), Schlagzeug (Torsten Kriegbaum) und Percussion (Ulrich Dennig und Karl Schwinn, der auch den Abend moderierte), schließlich zwei Pianistinnen (Angelina Raspopova und Albena Vogel) sowie die bulgarische Dirigentin Iskra Valtcheva als ausgesprochenes Energiebündel: Unter Verwendung dieser Zutaten wurde die katholische Kirche St. Sebastian in Michelstadt am Sonntagabend beim Gospel- und Spiritualkonzert „Gloria“ zum Kochen gebracht. Als die bei der Zugabe vereinigten drei Chöre das Kirchenrund umstellten und somit das Publikum umschlossen, ergab sich eine exklusive Atmosphäre. Die richtigen Stücke für den Erfolg hatten der Gospelchor der SSG Steinbuch, die Sängerlust 1892 Arheilgen und der Gesangverein „Glück auf“ 1949 Grube Messel allemal im Gepäck. Eine bunte Mischung aus Traditionals, klassischen Arrangements, Musical und Filmmusik. Mit Andrew Lloyd Webbers Hit „Jesus Christ Superstar“ eröffnete der Steinbucher Gospelchor den bunten Reigen. Die Sängerin-nen und Sänger gaben sich bewegt und bewegten selbst. Bei der studierten Chorleiterin Valtcheva sprudelt selbst bei ruhigeren Stücken das Temperament. Die Solistin Kerstin Götz aus den Reihen des Steinbucher Chores hatte schon beim ersten Stück einen großen Auftritt. Durch ihre bezwingende Ausstrahlung symbolisierte den Ursprung der Gospel- und Spiritualmusik, die keine Profis an der Front braucht. Vier wunderschöne Evergreens der Szene interpretierten die Chöre aus Arheilgen und Messel. „Go down, Moses“ und „Swing low“ kamen in altbekannter Tradition daher. Die beiden Chöre boten ein fein abgestimmtes Fundament, das für einen harmonischen Gesamtklang und geschlossene Konzentration sorgte. Auch das A-cappella-Fach beherrschen Valtchevas Sängerinnen und Sänger. Am besten gefiel das unbekannte, aber herausragend gestaltete Arrangement beim urwüchsigen „Elija Rock“. Auch den bekannten Ohrwurm „Somebody’s knocking at the door“ einmal nicht in der Gershwin-Fassung, hatte seinen Reiz. Die zentrale Vorstellung des Abends war unbestritten die „Caribbean Mass“ von Glenn McClure, zu der der Steinbucher Gospelchor ansetzte. Hierbei zog Valtcheva bei Modulation und Dynamik alle Register, zeigte ihren Chor in einem für Laien längst nicht selbstverständlichen Rhythmusgefühl und in ständiger Präsenz. Der Mut, den Kerstin Götz bewies, indem sie auch hier alle Soli für Sopran übernahm, ist zu bewundern. Die große Plattform allerdings, die innerhalb eines Konzertes einer einzelnen Sängerin eröffnet wurde, erstaunte, zumal die insgesamt anspruchsvolle Komposition eine nicht voll ausgebildete Stimme schließlich doch überfordert. Aber an den Stellen, die noch zu sehr gedrückt und nicht immer ganz sauber gerieten, wird die Sängerin zweifelsohne reifen. Hinsichtlich Gestaltung, Schwung und Feuer riss die Schlussinszenierung der Frauen aus Arheilgen und Messel mit einem Medley aus dem Film „Sister Act“ alle von den Stühlen. In passenden Kostümen und mit perfekter Interaktion – tatkräftig angeleitet durch Iskra Valtcheva – zündeten auch die Solistinnen Andrea Stork und Gabi Mößle ein humoristisches Gesangsfeuerwerk. CHRISTIANE SCHWERMER 21.11.2006 |

